Das ewige Thema Druckkostenzuschussverlage

Um ehrlich zu sein steht hinter dem Schreiben dieses Postings auch eine gute Portion Faulheit. Ich musste Jungautor*innen schon so oft erklären, dass DKZV eben nicht die Norm sind und man normalerweise für das Veröffentlichen, Lektorieren, Coverdesignen keinen Cent zahlt als Autor*in, dass … ich diesen Blogeintrag erstelle, um einfach jedes einzelne Mal darauf verlinken zu können.

Dies ist der am häufigsten ergänzte Beitrag auf meinem Blog, die letzte Ergänzung stammt vom 03.07.2019, da ich das Bedürfnis hatte, genauer auf besonders perfide Praktiken einzugehen.

Was sind Druckkostenzuschussverlage?

Die Erklärung verbirgt sich schon im Namen. Es handelt sich um Verlage, die von den Autor*innen Geld für die Veröffentlichung ihres Buches verlangen.
Oft bieten sie für horrende Summen zusätzlich Coverdesign, Korrektorat/Lektorat und ein wenig Marketing an.
Meist locken sie  damit, dass man „lediglich“ eine Summe im drei- (meist eher) bis vierstelligen Bereich zahlen müssen, um garantiert die neuen Bestsellerautor*innen zu werden.
Oft muss man zusätzlich eine große Anzahl an Belegexemplaren kaufen oder beispielsweise dafür zahlen, dass der eigene Roman in der Datenbank behalten wird.

Wer fällt meist auf Druckkostenzuschussverlage herein?

Es gibt drei große Hauptgruppen an Autor*innen, die auf solche Pseudoverlage hereinfallen.

Die Ahnungslosen, die Verzweifelten und die Verblendeten.

Ich habe selbst mal zu den Ahnungslosen gehört – und hatte Glück, statt bei einem DKZV „nur“ bei BoD gelandet zu sein und „nur“ ca. 40€ (plus 32€ an Datenhaltungsgebühren über zwei Jahre) bezahlen zu müssen. Weil ich bei meiner ersten Veröffentlichung 2009 keinen blassen Schimmer hatte, wie der Hase läuft und von meiner Lehrerin (die es auch nicht wusste) auf ein Angebot bei tchibo.de hingewiesen wurde, bei dem man vergünstigt einen Gutschein für eine BoD-Veröffentlichung erhalten konnte. Erst als ich einige Monate später in meinem ersten Schreibforum die naive Frage stellte „Und wie viel hast du für die Veröffentlichung bezahlt?“ erfuhr ich, dass BoD eigentlich kein Verlag ist und wie das so funktioniert …

Im Grunde genommen habe ich also aus völliger Unwissenheit Selfpublishing betrieben und dachte, dass es in der Literaturbranche wohl immer so läuft. Wie gesagt, ich hatte keine Ahnung von gar nichts, war allerdings ehrgeizig und motiviert.

Die Autor*innen dieser Gruppe sind oft noch sehr jung – ich war frische 18 (und hatte, wie gesagt, Glück, lediglich an eine vollkommen legale und legitime Selfpublishing-Firma geraten zu sein, nicht an einen betrügerischen Pseudoverlag.) Oder aber sie beschließen in höherem Alter das erste Mal, ein Buch zu schreiben, sind unter Umständen nicht besonders internetaffin und wissen nicht, wie und wo sie sich informieren müssten. Oder sie sind anderweitig besonders verwundbar und werden von Betrüger*innen als leichte Beute gesehen.

Die Verzweifelten sind die, die schon 500 Absagen von Verlagen kassiert haben. Und auch auf sie zielen die Praktiken von DKZV-Kundenfänger*innen ab. Denn nach 25 Absagen eine Mail mit „Ihr Manuskript ist wundervoll!“ zu erhalten, schmeichelt der Seele – und man ist fast geneigt, die 3.000€ oder mehr am Ende des Schreibens hinzunehmen und einfach zu zahlen. Es ist verständlich. Es ist menschlich. Bitte, bitte, tut es trotzdem nicht, liebe Autor*innen! Es gibt heutzutage billige und/oder kostenlose Möglichkeiten des Selfpublishings. Bevor ihr euch abzocken lasst, veröffentlicht besser selbst, das kostet in der Regel weniger und ihr bekommt auch wirklich was Gutes.

Premade-Cover gibt es, wenn man auf Angebote schaut oder etwas sucht, manchmal schon ab 15€, Wunschcover nach euren Vorgaben teilweise schon ab 100€. Viele Designer*innen bieten besondere Konditionen für den kleinen Geldbeutel an oder akzeptieren zumindest Ratenzahlung.

Lektorat und Korrektorat werden günstiger, wenn ihr vorab euer Buch gründlich von Testleser*innen durchkämmen lasst und für den Satz gibt es mit LaTeX ein mächtiges kostenloses Tool, für das ein Hobbyentwickler ein eigens auf Romane spezialisiertes Programm geschrieben hat.

Die Verblendeten sind eine Kategorie für sich. Ich glaube, jede*r Autor*in hat sie irgendwo im eigenen Umfeld –  Menschen, die nicht kritikfähig sind, die alles, was man ihnen anmerken will mit der Begründung „künstlerische Freiheit, niemand versteht mich“ abschmettern und die oftmals auch noch zur Fraktion „Rechtschreibung ist was für Spießer“ gehören. Klingt gemein? Möglich. Aber ich habe sie erlebt, es gibt sie wirklich. Es ist wahnsinnig anstrengend, als Lektorin mit ihnen zu arbeiten.
Und ganz ehrlich? In meinen Augen sind diese Menschen durch ihren Charakter bereits genug gestraft. Sie haben es schwer, Anschluss oder Freund*innen zu finden, da sie ihr „ich bin so toll“ nicht nur auf ihre (in der Regel weniger als mittelmäßigen) Werke, sondern auf alle Bereiche des Lebens erstrecken.
Sie ecken permanent an, indem sie für Trivialitäten absolute Bewunderung verlangen und sich wundern, wieso der Hype um ihre Person und die damit einhergehenden Tantiemen ausbleiben.
Kurz: Sie haben es auch so schon schwer.
Die Verblendung dieser Menschen muss man nicht auch noch ausnutzen, indem man sie zusätzlich finanziell schröpft – ich habe sogar schon gelesen, dass es Druckkostenzuschussverlage gibt, die ihrem Angebot ein Finanzierungsangebot über ein Kreditinstitut beilegen, um die armen Menschen zusätzlich zu ruinieren.
Und so gibt es tatsächlich Menschen, die sich für das Drucken von Werken verschulden, die nicht mal in einem Fanfiction-Forum für Kinder gerngesehen wären (und aus eigener Erfahrung weiß ich, was in solchen Foren bereits als „Qualität“ gilt – ich war mehrere Monate lang auf „Zauberhogwarts.de“ eine der Betaleserinnen und die dortige primäre Zielgruppe sind Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Und natürlich bewertet man auch als Betaleser*in Geschichten aus der Feder von Elfjährigen anders, als die von Erwachsenen. Wenn ich also sage: Das hätte ein*e Elfjährige*r besser gemacht, ist das keine leere Redensart …).

Wo ist das Problem?

Eigentlich sind es gleich zwei:
Zum einen wird suggeriert, dass jede*r der nächste Bestsellerautor sein kann, sofern man nur das nötige Kleingeld aufbringen kann. Es geht nicht mehr um Talent, um harte Arbeit, um Zeit, Geduld und Arbeit an sich selbst – also um Dinge, die man sich mit Geduld und Spucke selber erarbeiten kann. Es ist nur noch eine Frage des Geldes und ob man es auftreiben kann.
Dabei fällt man aber zwangsläufig auf die Nase, denn eine Veröffentlichung bei einem DKZV kommt nicht nur teuer, in der Regel schauen sich Verlage Manuskripte von Autor*innen, in deren Vita ein DKZV vorkommt, gar nicht erst genauer an. Da kann es noch so gut sein. Der Ruf ist für immer ruiniert. Man bleibt also in dieser Mühle unter Umständen gefangen und gibt immer mehr Geld aus, um Produkte auf den Markt zu bringen, die dann nicht gekauft werden.

Das zweite Problem ist jedoch weitaus gravierender: Immer mehr Schreibanfänger sind der Meinung, man müsse für eine Veröffentlichung zwangsläufig Geld zahlen. Sie denken, es ist normal, an die 10.000 € nur für den Druck, weitere 2.000 € für jeweils Lektorat, Cover und Werbekosten auszugeben, um am Ende ihr gedrucktes Buch in den Händen zu halten.
In Schreibforen lese ich immer wieder die Frage, wie viel man wohl für das Veröffentlichen eines Buches zahlen muss und wo man sich da bewerben kann.
Dass die Wirklichkeit anders aussieht, erfahren diese Menschen oft nur zufällig, weil jemand so nett ist, sie aufzuklären.
Siehe meine eigene Geschichte.

Einige klärende Worte: DKZV vs. Print-On-Demand

Ich unterscheide grundsätzlich zwischen Druckkostenzuschuss und Print-On-Demand. Dieser Artikel bezieht sich ausschließlich auf Druckkostenzuschussverlage!
Print-On-Demand finde ich als solches nicht zwingend verwerflich und in einigen Fällen sogar angebracht:
– wenn ich eine limitierte Kleinstauflage für einen engen Personenkreis drucken lassen will (Vereinsschriften, Diplomarbeiten etc.)
– wenn mein Thema so eng ist, dass ich bei einem Publikumsverlag von Anfang an wenig Chance hätte und das Buch von Regionalverlagen aus Relevanzgründen abgelehnt wurde (ich weiß zufällig, dass ein Sachbuch über das Züchten winterharter Bananen auf BoD zu den Bestsellern gehört – Verlage wollten das Buch aus „Relevanzgründen“ nicht)
– wenn ich aus sonstigen Gründen bewusst nicht an einen Verlag herantreten will, beispielsweise, weil ich die volle Kontrolle über Lektorat/Korrektorat und Cover behalten möchte (so kenne ich mehrere Selfpublisher aus Überzeugung – deren Werke haben Topqualität und sie investieren Zeit, Geld und Mühe für ihre Werke)
Bestimmt gäbe es auch andere Gründe. Auf jeden Fall aber ist Print-On-Demand in der Regel sehr viel billiger, als ein Druckkostenzuschussverlag – die Kosten für eine Kleinstauflage von 24 Büchern belaufen sich teilweise bei unter 50 € (Angabe ohne Gewähr und abhängig vom Anbieter!) und sind somit oftmals in den Sonderfällen tragbar, in denen PoD eine gute Lösung darstellt.

Verschiedene Tricks & Geschäftsmodelle – oder „Der DKZV im Crowdfundingpelz“

(Ergänzung vom 03.07.2019)

Einen DKZV zu betreiben, ist ein lohnendes Modell – die meisten erbringen eine Leistung, deren Wert marginal ist und kassieren dafür hunderte oder tausende von Euros ein. Doch nicht immer ist ein DKZV sofort zu erkennen. Es gibt für diese Art von Betrug mehrere Arten, sich zu maskieren:

  • Anthologie-Ausschreibungen – Ein „Verlag“, dessen Name ich hier nicht nennen will, fordert für das Veröffentlichen von Manuskripten horrende Gebühren. Gleichzeitig führt er regelmäßig Ausschreibungen durch – und um an diesen teilzunehmen, muss man nichts zahlen. Es gibt zwar auch keine Tantiemen, aber ein Belegexemplar und einen zusätzlichen Punkt auf der eigenen Vita. Wenn man dann oft genug mit dem Verlag gearbeitet hat und zufrieden ist, könnte man ja überlegen … und hat dann das böse Nachsehen, wenn die Rechnung ins Haus flattert.
  • Pseudo-Crowdfunding – Ich kenne es vor allem von einem „Verlag“, der sich auf von Kindern und Jugendlichen geschriebene Literatur spezialisiert hat und hierzu Freund*innen und nahe wie ferne Verwandte melken möchte. Zwischenzeitlich hatten aber auch andere Verlage (kurzzeitig) ein ähnliches Prinzip und heute begegnete es mir bei einem sogenannten „autorengeführten Verlag“ erneut. Crowdfunding um ein Projekt zu finanzieren, ist nicht unüblich, mehrere erfolgreiche Selfpublishing-Autor*innen machten es vor und daher ist diese Form besonders tückisch, da sie nicht als Abzocke erkannt wird. Von den Autor*innen wird verlangt, dass sie, ehe ihr Buch in Produktion gehen kann (also im besten Fall lektoriert und mit Cover versehen wird, ob es im Einzelfall auch geschieht, ist die andere Geschichte), eine Mindestanzahl an verbindlichen Vorbestellungen haben. Haben sie die nicht, wird ihr Buch nicht gedruckt. Wer nun nicht gerade mit einem riesigen Freundeskreis und einer großen (und spendablen) Familie gesegnet ist, ist gezwungen, die restliche Anzahl an Büchern selbst zu kaufen. Denn sonst kann das Herzensbuch nicht auf die Welt kommen. Der Verlag wälzt also auch hier durch eine verdeckte Mindestabnahme das Risiko auf die Autor*innen bzw. die Leser*innen ab.
  • Eigentlich sind wir ein normaler Verlag, aber … Wenn Verlage Dienste für Selfpublisher*innen anbieten – An und für sich spricht absolut nichts dagegen, zweigleisig zu fahren und als Unternehmer*in zwei Firmen zu führen. Also sowohl einen Verlag zu betreiben, als auch Lektorat/Korrektorat zu verkaufen oder Dienste für Selfpublisher*innen entgeltlich anzubieten. Aber die Frage stellt sich zumindest mir zwangsläufig, ob man beides wirklich von der selben Homepage, unter dem selben Label vermarkten muss. Natürlich ist es einfacher, als Unternehmen eine erfolgreiche Marke einfach zu erweitern, aber je nach Modell führt die Vermischung zu Unsicherheiten. Hierbei gibt es zwei Modelle. Modell 1: Die Dienste für Selfpublisher*innen sind direkt auf der Verlagshomepage integriert, die so veröffentlichten Bücher über den Shop des Verlags (meist unter einem eigenen Menüpunkt oder Reiter) erhältlich. So kenne ich mehrere Verlage, bei denen nur auf der Verlagshomepage ersichtlich ist, welche Titel nun regulär als Verlagstitel erschienen sind und welche über das Portal für Selpublisher*innen veröffentlicht wurden.
    Modell 2: Die Bücher sind nicht über den Verlagsshop erhältlich, die Dienstleistungen werden unabhängig davon angeboten. So hat erst neulich ein recht bekannter Kleinverlag das eigene Angebot erweitert und es fühlt sich ungut an. Nicht nur, weil die Preise recht stark überhöht waren (ich bin Lektorin und habe mehrfach im Selfpublishing veröffentlicht, kann also ungefähr einschätzen, was für Kosten da auf einen zukommen) und dabei die dahinterstehenden Leistungen intransparent wirkten.
    Egal ob Modell 1 oder Modell 2, man fragt sich zwangsläufig, was diese Verlage mit Leuten tun, deren Manuskripte sie ablehnen. Bieten sie ihnen stattdessen ihre Dienste als Dienstleister*innen an? Wollen sie damit von denen, von denen sie als Verleger*innen nicht profitieren können, zumindest auf diese Weise doch noch Geld sehen? Ich weiß es nicht …

Wenn man veröffentlichen will und nicht auf einen Verlag warten möchte …

… so gibt es auch andere Plattformen. Ohne für die eine oder andere Werbung zu machen, kann man beispielsweise direkt bei Amazon kostenlos sein Werk zum E-Book (und auch Print-Book) konvertieren lassen. Ohne Kosten für Autor*innen.
Außerdem gibt es Communities im Stile von Bookrix, die nicht nur eine Veröffentlichung sondern auch die Möglichkeit der „Entdeckung“ durch einen Verlag bieten.
Man muss also für eine Veröffentlichung im Eigenverlag nicht einmal zwingend etwas zahlen.

Ich selbst bin mit der Kombination „KDP und Neobooks“ recht glücklich und werde für „2145 – die Verfolgten“ noch Bookmundo für Print probieren.

Wenn man eigentlich schon gerne zu Verlagen gehen würde, ist Selfpublishing inzwischen keine Einbahnstraße mehr – ich kenne mehrere Kolleg*innen, die als erfolgreiche Selfpublisher*innen den Sprung in den Publikumsverlag geschafft haben oder über die Impress-Labels großer Verlage ins Printsegment gewechselt sind. Voraussetzung dafür ist allerdings natürlich eine hohe Qualität der Veröffentlichungen und, wie bereits erwähnt, Erfolg.

Natürlich gibt es auch die etwas exotische Variante, einen eigenen Verlag zu gründen und einfach über diesen die eigenen“verkannten Meisterwerke“ zu verbreiten (wobei sich unter solchen Verlagen durchaus auch literarische Perlen finden lassen!). Dafür braucht man allerdings ein gewisses Grundkapital, einen großen literarischen Output und einen gewissen Geschäftssinn.

Edit vom 18.07.2015:
Auf „Schreibmeer“ ist ein Artikel von Tinka Beere zu diesem Thema erschienen, den ich euch nicht vorenthalten will: *klick*

Edit vom 13.03.2016:
Ich habe Teile des Blogposts grundlegend umgeschrieben. Besonders weiter oben gibt es von meiner Seite zusätzliche Ausführungen zum Thema „Wen ködern DKZVs besonders häufig“ und eine persönliche Geschichte zum Thema „Print on Demand“.

Edit vom 03.07.2019:
Ich habe den Artikel noch einmal umgeschrieben und dabei die Gelegenheit genutzt, um ihn durchzugendern. Einige veraltete Informationen habe ich rausgelöscht und dafür etwas zum Thema Geschäftspraktiken von DKZV ergänzt.

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2 Gedanken zu “Das ewige Thema Druckkostenzuschussverlage

  1. Ach ja, ein Thema, bei dem man sich wirklich den Mund fusselig reden kann. Wobei ich so langsam genervt darauf reagiere, denn viel zu oft entdecke ich ein Manuskript, das bei unserem Verlag mit fundierter Begründung abgelehnt wurde, später unverändert bei einem Zuschussverlag. Es ist halt einfacher, für das eigene Buch grössere Summen auf den Tisch zu legen (und hinterher über den Betrug zu jammern), als sich mit berechtigter Kritik auseinanderzusetzen und sich einzugestehen, dass das Manuskript für eine Veröfentlichung schlicht nicht gut genug ist. Autoren, denen mit ihrem ersten (geschriebenen) Manuskript der grosse Wurf gelingt, sind genauso selten wie ein Mozart in der Musikgeschichte, denn auch Schreiben will gelernt und geübt sein. Aber dass es deshalb durchaus angebracht wäre, dass der erste (und ev. auch der 2. und 3.) Roman am besten in der Schreibtischschublade bleibt, ist schwer vermittelbar. Insofern ist es nur logisch, dass diese Schwäche ausgenutzt wird…
    Immerhin hat die Sache auch ihre vergnüglichen Seiten, wie dieses Experiment zeigt: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/bezahl-verlage-die-schoensten-seiten-des-schwachsinns-a-645279.html

    LG, Julia

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    1. Und wie man das kann… -.- Sogar in Foren, die sich, wie bereits erwähnt, explizit als Schreib- und Literaturforen ansehen, kommt es vor, dass jemand ganz euphorisch postet: „Ja, der n-Verlag nimmt mein Maunskript! Ich muss auch nur Summe X dafür zahlen!“ So oft kann ich mich gar nicht facepalmen, wie ich gern würde…
      Args… :( Ich kann verstehen, dass dich das frustriert – vor allem weil, wie ich oben dargelegt habe, heutzutage jeder kostenlos zum Selfpublisher werden kann. Es gibt – wenn man sein „Meisterwerk“ schon unbedingt veröffentlichen will/muss so viele kostenlose Varianten, bei denen eben NICHT Tausende von Euros fließen müssen…
      Ich weiß noch, wie mein Erstling nach neun Monaten fertig war – und ich überarbeite ihn seit mittlerweile drei Jahren wieder regelmäßig, damit er irgendwann verlagsfertig wird beziehungsweise war das Erste, was ich am Tag nach der Fertigstellung getan habe:
      Manuskript ausdrucken, Fineliner nehmen und Dinge bei Kapitel 1 anstreichen, die ich neun Monate später besser/anders gemacht hätte….
      Es gehört eine gewaltige Portion Naivität dazu, einfach den Urentwurf an einen Verlag zu schicken und ein großer Mangel an Auseinandersetzung mit dem Buchmarkt. Das beobachte ich – mal wieder – gerade jetzt wieder in einem Forum für Schreiber.
      Danke übrigens für den Link :). Spontan musste ich an die „Abenteuer des Stefon Rudel“ denken… ^^

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