We need diverse books – in meiner Sidebar

Ich habe heute den Supporter-Button von „We Need Diverse Books“ in meiner Sidebar eingefügt.
Die Initiative an sich kenne ich seit Camp NaNoWriMo 2015, genauer seit dem April-Camp, weil die Pep-Talks und Tipps für das diesjährige NaNo-Camp von Mitgliedern der Initiative kamen.
Ich selbst schreibe zwar keine Kinderliteratur und ich kann nicht behaupten, dass alle möglichen denkbaren Minderheiten in jedem einzelnen meiner Bücher vorkommen (das ist vom Platz her nicht möglich und ich gebe einer Person lieber ordentlich Platz in meinen Geschichten, als einfach eine Quotenperson aus Minderheit XY einzubauen) – aber ich gebe mir Mühe, schon in der Ideensammelphase meiner Romanprojekte nicht alle Romanfiguren weiß und cis zu gestalten.

Der Grundgedanke der Initiative ist simpel:

 

Imagine a world in which all children can see themselves in the pages of a book.

Ganz einfach. Eine Welt, in der jedes Kind, jede*r Jugendliche sich in einem Buch wiederfinden kann. Nicht im buchstäblichen Sinne von „Oh, das bin ja exakt ich“ natürlich. Das ist nicht möglich.

Aber stellt euch vor, ihr seid ein Kind im Rollstuhl und es gibt außerhalb der sensibiliserenden Problemliteratur für Kinder überhaupt keine Bücher, in denen ihr einfach nur die Held*innen sein dürft. Einfach nur junge Menschen, die Abenteuer erleben, ohne dass der Hauptkonflikt darin besteht, dass ihr im Rollstuhl sitzt.

Stellt euch vor, ihr seid im überwiegend weißen europäischen Sprachraum ein schwarzes Kind. Und in keinem einzigen Bilderbuch im Buchladen seht ihr Kinder, die so aussehen, wie ihr. Weil euer Aussehen als „nicht normal“ gilt. Das tut weh.

Die Liste könnte ich unendlich fortsetzen.

Es geht eigentlich nur um eins:

Jeder Mensch ist normal. Und jeder Mensch soll sich in Geschichten gespiegelt sehen.

WNDB fängt dabei mit der Kinderliteratur an, denn dort ist es am Fundamentalsten, dass junge Menschen von Anfang an sehen, dass sie gut so sind, wie sie sind. Das kann viele psychische Probleme im Leben dieser Menschen verhindern.

Langsam gibt es durchaus Bücher, die die Kriterien erfüllen, verschiedene Kinder und verschiedene Lebensentwürfe zu zeigen – aber es ist noch ein weiter Weg.

Interessant ist auch diese Bilderstrecke – ein Autor hatte selbst das Gefühl, dass sein Buch zu stereotyp daherkommt und hat Änderungen durchgeführt: *klick*. Es existiert also durchaus ein Bewusstsein.

Was haltet ihr von der Initiative?

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