Mein LBM-Bericht 2018 – oder: Narnia und Nippel

Einige von euch wissen, dass ich ums Verrecken nicht auf die Leipziger Buchmesse fahren wollte und das jahrelang. Immer, wenn es hieß „Ich bin da, bist du auch dort?“, musste ich mich erklären. Dass ich zwar könnte, wenn ich wollte, es jedoch am Wollen scheiterte.

Was genau den Hebel im letzten Jahr umgelegt hat, weiß ich nicht. Aber ich sah das begeisterte „Nach-LBM-Video“ von Sylvia Rieß und zum ersten Mal seit langem dachte ich nur: Ich bin neidisch. Da wäre ich auch gerne gewesen, das hätte ich auch gerne erlebt und gesehen. Und im Anschluss habe ich alles getan, damit ich auch wirklich 2018 in Leipzig sein kann.

Am Ende habe ich meine Fahrt zur Buchmesse an einen Stand beim Nornennetz und somit an das Recht, mein Buch zu präsentieren (und eine Menge Pflichten) geknüpft.

Dienstag – hä? Fängt es nicht erst am Donnerstag an?

Öhm. Eigentlich schon, aber da ich nicht nur auf der Buchmesse selbst, sondern auch hinter den Kulissen aktiv mithelfen wollte, wusste ich, dass ich früher anreisen musste. Wenn ich außerdem bedachte, dass mich Reisen grundsätzlich für mindestens einen Tag außer Gefecht setzten, musste ich so früh anreisen, dass das keine Rolle spielt.

Hieß also für mich, am Dienstag um 7:15 (das ist meine gewöhnliche Aufstehzeit) aus den Federn zu springen, um zum Bus zu gehen. Wo auch schon das erste Hindernis wartete:

Ausgerechnet auf der Zugstrecke zu meinem Flughafen wurde außerdem irgendwas an den Schienen gebaut, also musste ich, statt bequem einen Zug zu nehmen (für den ich viel später aus dem Haus gemusst hätte), mich auf den Schienenersatzverkehr verlassen und bis ich dann beim Flughafen war, war ich schon müde und hungrig. Ging ja gut los :D

Immerhin, das Essen im „Volare“ war gut und nicht überteuert, ich konnte mich also vor dem Flug stärken. Und dann saß ich im niedlichsten kleinen Flieger, den ich je gesehen habe:

Das Hetzen von meinem Ankunftsgate ans andere Ende des Frankfurter Flughafens war jetzt weniger fein. Merkt euch: 1,5 Stunden Aufenthalt in Frankfurt sind, wenn die Strecke weit genug ist, quasi wie gar kein Aufenthalt. Aus dem einen Flugzeug springen, rennen und ins andere Flugzeug rennen.

In Leipzig hatte ich dann das Gefühl, in einem Geistergebäude zu sein:

Es dauerte ewig, bis ich – trotz Laufbändern – irgendwann an einem Ort war, von dem aus ein Zug zur Messe fuhr. Wo ich wiederum den Bus zur WG finden musste. Aber hey, wenn sogar ich Orientierungsniete das schaffe …

In der WG hatte ich dann Katrin Ils und ihre großartigen Geschichten für mich alleine. Ich frage mich, ob es einen Flecken Erde gibt, an dem sie NICHT gewesen ist :D.

Mittwoch

Aufstehen in der WG und feststellen, dass wir zwar Kaffee haben, aber keine Filter. Katrin hat sich daraufhin heldenhaft um das Frühstück gekümmert. Wir konnten dann noch eine Weile gammeln (bzw. haben wir beide irgendwann angefangen, zu schreiben :D ), ehe das Aufbauteam eintrudelte, Katrin mitnahm und stattdessen einen Freund von Poisonpainter in der WG deponierte.
Unsere Aufgabe war es, Lose zu sortieren, auszuschneiden und zu falten.

Die anderen … hatten derweil nackig Spaß.

So langsam verwandelten sie den Stand dann in etwas recht Ansehnliches:

Ein Teil des Aufbauteams saß abends noch in der WG zusammen. Es wurde noch fertig sortiert (uff …) und endlich gegessen. Ich glaube, an dem Tag sind wir alle ins Bett gefallen :D.

Donnerstag – es geht offiziell los

Oder: Ich verschwinde mal eben für eine halbe Stunde und komme nach dreieinhalb Stunden wieder.

Am Donnerstag war ich für den Standdienst beim Nornennetz eingeteilt, dachte mir aber, dass ja bis 14 Uhr (wo der Standdienst beginnen sollte) eine Menge Zeit sei und ich schon mal durch Halle 2 schlendern und allen „Hallo“ sagen könnte.
(Dass einige der Leute, die ich sehen wollte und nicht gefunden habe, ihre Stände in Halle 5 hatten, erfuhr ich erst einige Tage nach der LBM)

Dann traf ich Sylvia Rieß an ihrem Stand und musste eine Runde quasseln.

Anschließend traf ich meine Brötchengeberin Svenja Hawkins mit ihrem Verlag. Und ganz vielen Autorinnen, deren Bücher ich für ihren Verlag lektoriert/korrigiert habe, mit denen ich also erstmal reden wollte.

Dann Anja Bagus, der ich stammelnd erzählt habe, wie ich sie auf meinem ersten BuCon nicht anzusprechen getraut habe. Die mich daraufhin erkannte und genauso erfreut war, mich zu treffen <3 , sodass ich mich an ihrem Stand festquasselte und mir einen Zeitreisepass kaufen musste.

Ob ich Carmilla de Winter am selben Tag getroffen habe oder erst am Tag darauf (oder als ich zum wiederholten Male meine Runde drehte), weiß ich gar nicht mehr.

Auch bei Machandel musste ich vorbeischauen, die Anthologie der Märchenspinnerei streicheln und mich freuen.

Kurz und gut: Bis ich mit meinem Hallo-Rundgang nicht mal halb fertig war, war es 13:30. Ich stellte fest, dass es keine üble Idee wäre, pünktlich zu meinem Standdienst zu erscheinen und lief los. Habe mich dann die halbe Stunde hinter den Kulissen ausgeruht, ehe es losging.

Wusstet ihr schon, dass Knicksen, während man als introvertierte Person mit einem Kelch voller Lose auf Leute zugeht, die Schmerzen reduziert? Zwei Stunden Standdienst mit bereits schmerzenden Beinen ist … anstrengend. Aber es war auch sehr lustig. Und ich fürchte, einigen Leuten war es ein wenig zu vehement, die sind mir regelrecht aus dem Weg gesprungen :O

~ Und ich werde diesen unfertigen Blogpost jetzt – mehrere Monate später – einfach mal auf die Welt loslassen, weil ich da Gefühl habe, dass ich ihn ohnehin niemals fertig schreiben werde … Aber wenn ich mir schon so viel Mühe gemacht habe, soll es nicht umsonst sein! Auch wenn das bedeutet, dass ihr nie erfahren werdet, worauf ich bei der Überschrift eigentlich anspiele.~

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9 Gedanken zu “Mein LBM-Bericht 2018 – oder: Narnia und Nippel

    1. Danke! Es tut mir ja selbst in der Seele weh, dass ich die restlichen Ereignisse nicht mehr chronologisch zusammenbekomme. (An welchem Tag war das mit den Nippeln? An welchem Tag das mit Narnia? An welchem Tag habe ich vergessen, zu essen und wäre fast vor dem Crepes-Stand zusammengeklappt? Args, Hirn = Sieb.) Aber so gibt es wenigstens die ersten Tage in amüsanter Form?
      Liebe Grüße aus Vorarlberg :D

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    1. Ich würde ohnehin nicht mehr alles zusammenbekommen, ist ja schon eine Weile her. Auch wenn die LBM wirklich großartig war.
      2019 schaffe ich es nicht nach Leipzig und es tut mir jetzt schon in der Seele weh … Aber hey, 2020 ist auch noch ein Jahr und auf der FBM bin ich bestimmt wieder!
      Ich glaube, das ist normal, wenn das Leben einfach so stressig ist, dass für geruhsames Bloggen kaum Zeit bleibt.

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