Jahresrückblick 2018 – Oder sowas wie ein Versuch

Ich habe am 30. Dezember einen Blogpost veröffentlicht, den ich im Februar angefangen habe zu schreiben und dann nie mehr vollendet habe. Ich nehme an, das sagt in Kurzform so ziemlich alles über mein Jahr, das man wissen muss.

Im Ernst. 2018 war anstrengend. Es fing so gut an, die LBM gab mir sehr viel. Es war lustig, es war laut, es war turbulent. Und dann ging es… so ab März so rapide bergab, dass ich nicht mehr wusste, wo ich die Kraft für irgendetwas hernehmen soll. Wie ich es dabei geschafft habe, im Brotjob mehr hinzukriegen, als jemals zuvor, ist mir ein Rätsel. (Aber hey, ein gutes)

Erholt hat sich das Jahr dann so richtig eigentlich erst gegen Ende hin und ich schreibe diesen Rückblick nicht zuletzt, um mich daran zu erinnern, dass 2018 nicht alles Mist war. Es gab auch gute Dinge. Viele gute Dinge, die mir viel zurückgegeben haben.

Veröffentlichungen in Anthologien

Das Chaos hatte mich so im Griff, dass ich keine einzige Veröffentlichung verkündet habe. Ich habe es noch nicht einmal geschafft, alle einzupflegen. Zugegeben, das liegt daran, dass die Seite mit Anthologien nicht darauf ausgerichtet war, dass es irgendwann so richtig viele werden. Unbewusst habe ich nicht besonders fest an mich geglaubt ^^. 2019 werde ich mich also hinsetzen und das irgendwie übersichtlicher gestalten. Damit ich auch wieder Freude daran habe, da Dinge einzufügen.

Drei Kurzgeschichten fanden ihren Weg an die Öffentlichkeit:

„Kindheitserinnerung“ erschien in „Geschichten aus dem Leben“. Es ist für mich immer wieder schön, mit Claus Beese zusammenzuarbeiten. Als ich 2009 noch ganz neu im Autor*innenleben war und aus purer jugendlicher Eitelkeit „Licht und Schatten“ veröffentlichte, hat er mich in sein Forum geholt und mir den Unterschied zwischen Selfpublishing-Dienstleistung (BoD und Co.) und einem seriösen Verlag ( da muss man nix zahlen!) erklärt. Meine erste Veröffentlichung lief über eine Kooperation mit ihm. Entsprechend habe ich mich wirklich gefreut, dass er einen von zwei eingesendeten Texten für seine nächste Anthologie haben wollte.

Die nächste Anthologie entsprach meiner wohltätigen Ader. Ich kann nicht

sonderlich viel geben. Weder finanziell, noch, wie es einige andere tun, durch Arbeit in einem Krankenhaus o.ä. Das erlaubt meine Gesundheit schlicht nicht. Aber ich kann Geschichten schreiben und diese für wohltätige Zwecke schenken. Das habe ich schon vor ein paar Jahren gemacht, für PRO ASYL, mit einer Geschichte über Flucht.
Diese Anthologie hier spendet die Einnahmen an Herzenswünsche e.V. und hilft somit schwer kranken Kindern und Jugendlichen, letzte Wünsche zu erfüllen. Ich habe mich schon für die erste Anthologie beworben, aber erst in dieser einen Text unterbringen können. Der Titel meiner Geschichte lautet „Trostsuchende“ und ich habe von einer Leserin bereits die Rückmeldung erhalten, dass der Text sie berührt hat <3.

Und dann gibt es dieses Schätzchen. Das war keine offene Ausschreibung und wie genau ich in diese Anthologie eingeladen wurde … nun, so ganz eventuell hat es damit zu tun, wer weiß. Jedenfalls erzähle ich hier immer gerne von der Reaktion meiner besten Freundin, als sie sich das Buch angeschaut hat: „Alle haben so romantisch-besinnliche Titel und du … knallhart … Entzug!“

Öhm. Was soll man dazu sagen. Es ist eine absolute Herzensgeschichte und wer mich etwas länger kennt und die Geschichte liest, wird verstehen, warum.

Und dann gibt es noch – last but not least – dieses Schätzchen.. Da bin ich ganz klassisch reingekommen. Es gab eine öffentliche Ausschreibung des Verlags und mein Text war gut genug <3.

Science-Fiction ist mir ein Herzensgenre. War es schon immer. Auch wenn ich mit anderen Dingen angefangen habe, zu schreiben und zu publizieren – der erste vollendete Roman gehörte dort dazu. „Heimweh“ ist der erste Text aus diesem Genre, den ich in einer Anthologie unterbringen konnte und ich freie mich sehr darüber.

Insgesamt war es das Jahr der Einworttitel …

Romane

Ich habe, zusammen mit Stefan Cernohuby, für den Wurdack-Verlag einen Kurzroman geschrieben. Der siebte Teil des D9E-Spin-Offs „Der loganische Krieg“ nennt sich „Gefangen im Dilemma“ und behandelt die Diskrepanz zwischen wirtschaftlichen und moralischen Interessen. Ich liebe, wie es aufgezogen wurde.

Wer mich kennt, weiß: Ich liebe das Konzept eines Shared Universe – und hier durfte ich, zum zweiten Mal in meinem Leben, an einem teilhaben. Dafür bin ich immer noch sehr dankbar.

Mein Buch ist „leider“ nicht verständlich, wenn man die anderen nicht gelesen hat. Für alle, die mit elektronischen Büchern wenig anfangen können: Die kompakte Miniserie mit neun Folgen wird zu drei Print-Sammelbänden zusammengefasst. Band 1 kann bereits erworben werden. Band 2 ist zumindest theoretisch schon in der Welt und Band 3 folgt noch.

Die Zusage, dass ich mitmachen darf, war wohl das schönste Geburtstagsgeschenk 2017 und die Veröffentlichung das von 2018. Wundervoll.

Was sonst noch war

Ich war in einem großartigen Potter-Urlaub in London. Stellvertretend für alles, was ich gesehen und erlebt habe, dieses Bild:

Foto: Privat

Ausblick

2019 wird interessant. Nachdem ich mich 2018 hoffnungslos mit Schreibprojekten übernommen habe, werde ich es ein wenig ruhiger angehen lassen und mich nicht mit zu hohen Jahreswortzahlen stressen. 150.000 nehme ich mir vor und sehe zu, dass ich die auch schaffe. Letztes Jahr nahm ich mir 200.000 vor und bin bei irgendwas um die 180.000+ ausgestiegen. Das ist alles ausschließlich Prosa oder Lyrik, ich habe keine Blogposts, Sachtexte, Lektorate etc. gezählt und einige schaffen das in einem Monat. Aber hey, für mich ist das gut.

Aus Zeitgründen wird sich 2019 nur die Frankfurter Buchmesse + Buchmesse Convent ausgehen. Ich werde mich jedoch um Tisch und Lesungsslot bewerben. Vielleicht klappt es ja dieses Mal, immerhin habe ich bis dahin das eine oder andere Buch draußen …

Auch dieses Jahr ist eine „Auftragsarbeit“ dabei. In Anführungsstricheln, weil ich doch sehr frei in der Gestaltung und Ausarbeitung bin. Der Anfang ist schon mal halbwegs geplottet und die Hälfte des ersten Kapitels geschrieben. Das Ergebnis bekommt ihr dann zu lesen, wenn es fertig ist.

Außerdem habe ich für zwei meiner Projekte ein passendes Zuhause gefunden, muss die Projekte aber noch schön machen, ehe ich sie dort anbieten kann. Das will ich ebenfalls 2019 erledigen.

Schon im Januar erscheint mein nächstes Buch im Selfpublishing:

Gestaltet von May Dawney

Sieht es nicht schick aus? Ihr könnt es bereits vorbestellen und es hat auch schon eine eigene Seite.

Genauer gesagt: Die Seite hat es schon ewig, denn dahinter versteckt sich „MV“, das alle, die diesem Blog schon länger folgen, vermutlich längst kennen.

Das Buch ist eines meiner langlebigsten Projekte, zumindest in Bezug auf die Ratio zwischen „Rohfassung begonnen“ und „veröffentlicht“ – die ersten Zeilen tippte ich am 03.10.2008. Ich bin froh, dass es 2019 endlich das Licht der Welt erblicken wird.

Ein weiteres Buch ist für den Sommer geplant, ich kann euch aber noch nichts zeigen, da ich selbst noch kein Cover dafür in Auftrag gegeben habe :D.

Was noch?

Öhm …

Ich wünsche allen, die das hier lesen, einen guten Rutsch ins Neue Jahr <3

4 Gedanken zu “Jahresrückblick 2018 – Oder sowas wie ein Versuch

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