Veröffentlichungen und andere Katastrophen 3 – von toten Prinzen und untoten Autorinnen

Ich kann es immer noch nicht glauben, dass zumindest beim Selfpublishing-Release von „2145 – die Verfolgten“ alles glatt ging. Vermutlich ist genau das der Grund, aus dem genau das bei „Der tote Prinz“ auf einmal nicht mehr der Fall war. Wäre ja zu schön, um wahr zu sein – ist so aber immerhin für alle, die hier mitlesen, unterhaltsam. Aber der Reihe nach.

Ich brauche dein Buch – Wann? – Jetzt.

Eigentlich stand mein Plan für 2019 relativ fest. Ich wusste, was ich schreiben werde und was ich veröffentlichen werde. Zwei SP-Bücher, in erklecklichem Abstand voneinander und sonst bis 2020 erstmal nix, außer natürlich die obligatorischen Anthologien.

Januar für Avriel und Co. und zur Jahresmitte dann meine neue Märchenadaption. Alles easy. Geht sich prima aus.

Und dann … Naja, die Überschrift gibt meinen Dialog mit der Gründerin der Märchenspinnerei, Sylvia Rieß, in verkürzter Form wieder. Es spielt keine Rolle, warum es so ist. Fakt war nur: Mein für den Sommer geplantes Buch musste rechtzeitig veröffentlichungsreif werden, um am 13.03.2019 das Licht der Welt zu erblicken.

Liste an Dingen, die ich nicht hatte?

  • Cover (weder eBook noch Print)
  • das Buch überhaupt final überarbeitet (wollte ich eigentlich im Dezember, aber da hat sich ein anderes Projekt vorgedrängelt, das geschrieben werden musste und außerdem habe ich da die Veröffentlichung von „2145 – die Verfolgten“ fertig gemacht)
  • entsprechend hatte es auch noch keinen Buchsatz
  • irgendeine Art von Plan

Sylvia bekam das Buch ungefähr vier Stunden später, nachdem ich sämtliche noch offenen Beta-Anmerkungen umgesetzt habe. Es war an sich nicht viel, was gemacht werden musste. Aber es ging ungeheuer schnell.

Ich brauche ein Cover – Wann? – Gestern

Noch während ich eigentlich noch am Text herumdokterte – das Buch ging ein paar Mal zwischen mir und Sylvia hin und her, um noch Kleinigkeiten zu ändern – musste ich mir bereits ein Cover organisieren. Damals wussten wir noch nicht genau, wie viel Zeit ich eigentlich habe beziehungsweise, wie schnell alles gehen soll, wenn der Print noch mit der Märchenspinnerei auf die Leipziger Buchmesse soll. Also musste alles so schnell wie möglich gehen. Am besten innerhalb einer Woche.

Die Coverdesignerin, die ich zuerst angeschrieben habe und die ich eigentlich für das Buch wollte, seit ich wusste, dass es den Roman geben wird, sagte ab. Zu viele Vorgaben, die darüber hinaus nicht zusammenpassen würden, das schafft sie nicht, erst recht nicht in der Zeit.

Die Designerin, die das Cover für „2145 – die Verfolgten“ gemacht hat, war zu dem Zeitpunkt bis Juni 2019 ausgebucht.

Ich habe also ziemlich panisch einige Leute angeschrieben und auch in einer Gruppe meine Verzweiflung kundgetan. Und wurde fündig. Juliana, die schon das Cover für „Zarin Saltan“ gemacht hat, hatte zu meinem Pitch sofort eine Idee und hatte noch am selben Abend einen ersten Entwurf, nachdem wir eine Weile zusammen nach Köpfen, Kleidung und anderen Elementen gesucht haben.

Denn es ist ein ganz schöner Krampf, eine WoC (Woman of Color) ungefähr im richtigen Alter, gut freistellbar, nicht lächelnd oder lasziv schmollend, mit tonnenweise Make-Up oder mit irgendeinem Kinkerlitzchen im Gesicht zu finden. Im Ernst. Es gibt Stockfotos weißer Menschen wie Sand am Meer. Aber sobald die Figur auf dem Cover nicht weiß sein soll, wird es schwieriger. Das ist übrigens der Grund, aus dem Elessa auf dem Cover ist, nicht der titelgebende tote Prinz. Wir haben auf den entsprechenden Stockfotoseiten schlicht kein passendes Gesicht gefunden – für eine Frau schon.

Käfersammlerin Katherina U. fordert zum Kampf

Ich arbeite seit 2015 mit Patchwork und ich liebe das Programm sehr. Aber da ich eine Anwenderin aus der Hölle bin, die sich ein neues Interface grundsätzlich per Trial and Error selbst beibringt, statt in Hilfetexten zu schauen, wie man das macht … löse ich regelmäßig irgendwelche exotischen Bugs aus, nach denen der Entwickler dann erst einmal suchen darf. Juhu.

In diesem Fall:

Ich generiere EPUB und MOBI. Lade das MOBI bei Amazon zur Vorbestellung hoch – alles tutti. Nun weiß ich aus der Vergangenheit, weil ich schon mal einen komischen Bug hatte, dass das MOBI aus dem EPUB generiert wird bei Patchwork. Wenn also das MOBI tutti ist, müsste es das EPUB umgekehrt auch sein.

Oder?

Nope.

Neobooks nimmt es nicht an, es ist nicht valide. Katjalein ist nicht blöd, ich habe mir schon beim letzten Problem einen Validator heruntergeladen (das ist ein Progrämmlein, das schaut, ob im Code alles richtig ist) und den ließ ich drüberlaufen.

1 Fehler.

Ich bin fast ausgerastet. Das von allen Dichterfürst*innen verfluchte EPUB hat genau einen Fehler und das reicht, damit ich das ganze Ding nicht hochladen kann?!

Nun habe ich noch Calibre auf dem PC. Das habe ich damals zusammen mit dem Validator heruntergeladen, als das eBook von „Zarin Saltan“ nicht wollte, wie es sollte. Damit habe ich verzweifelt versucht, den Fehler zu lokalisieren, wurde aber nicht schlau daraus. Angeblich hatte ich einen Doppelpunkt, wo keiner sein sollte. Egal wie oft ich schaute … da war keiner.

Ich habe mir extra Sigil heruntergeladen, weil man damit den Code nicht nur angucken, sondern auch direkt bearbeiten kann. Brachte mir leider immer noch nichts.

Es hat sich herausgestellt, dass der Fehler dadurch ausgelöst wird, dass eine eingebundene Grafik einen Dateinamen hat, der nur aus Zahlen besteht. Das löst einen Fehler aus.

Nur … Eigentlich hätte das gar keinen Bug auslösen sollen, siehe die Antwort des offiziellen Entwicklers an mich. Wie um alles in der Welt ich das geschafft habe … Weiß niemand.

Diese Grafik hat mir übrigens später noch Ärger gemacht. Als ich am 11.03.2019 die Mail von Neobooks bekam, eine der enthaltenen Bilddateien – genauer, die umbenannte Datei – sei zu groß und ich müsse sie verkleinern und das eBook neu hochladen. Nun heißt es, bibbern. Denn eigentlich soll das eBook ab dem 15.03. auf allen Plattformen, die nicht Amazon sind, ausgeliefert werden …

Katja – Untot, aber glücklich

Öhm. Wann sollte man so richtig viel Marketing machen für ein Buch und so richtig die Rampensau in den sozialen Medien sein?

Eine Woche vor und am Tag der Veröffentlichung.

Wann beschloss dieser Körper, dass es eine gute Idee ist, sich zu erkälten, und zwar so sehr, dass er auf dem Sofa vor sich hinfermentieren musste, inklusive Vormittagsfernsehen und so?

Eine Woche vor der Veröffentlichung.

Ich bin seit gestern halbwegs am Leben und seit heute mehr oder weniger fit. Zum Glück haben die Damen von der Märchenspinnerei mein Buch für mich gerockt und ich habe vom Sofa aus retweetet und kommentiert, so gut ich eben konnte. Aber hey … Das Buch ist jetzt da und ich lebe wieder. Schön …

Und nun?

Ich hoffe jetzt einfach, dass es das jetzt war mit den Katastrophen und alles bei diesem Buchbaby von nun an gut läuft!

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