Die Rohfassung von „R0mEO und Julz“ ist fertig – ein kleiner Rückblick

2019 war für mich ein Jahr, in dem ich viel veröffentlicht – aber gefühlt viel zu wenig geschrieben habe. Teilweise lag das tatsächlich an den Veröffentlichungen. Aus persönlichen Gründen wollte ich „2145 – die Verfolgten“ zumindest als eBook noch im Januar 2019 veröffentlichen – und hatte dadurch einen wahnsinnig straffen Zeitplan.

Noch während der Veröffentlichung ergab es sich, dass ich die Veröffentlichung von „der tote Prinz“ um mehrere Monate vorziehen musste. Und danach war es eigentlich erst Mitte März und ich hatte, zumindest gefühlt, die Energie fürs ganze Jahr bereits verbraten.

Wesentlich entspannter lief im August dann die Veröffentlichung von „Stahllilie und der mechanische Löwe“ – inklusive einer Betreuung im Verlag, bei der ich mich bestens aufgehoben fühle.

Ein letztes Buch könnte es vielleicht im Dezember noch in die Läden schaffen – aber das hängt nicht von mir, sondern von anderen Personen ab, daher schreibe ich hier nichts dazu. Noch nicht ;-).

War es wirklich so schreibarm?

Als ich „R0mEO und Julz“ fertig hatte, hatte ich erst einmal das Gefühl, dies sei das einzige Buch, das ich dieses Jahr fertig geschrieben habe. Aber nun lasse ich ganz bewusst meine Projekte Revue passieren und stelle fest: Stimmt gar nicht.

Es entstand:

  • die Rohfassung eines Projekts mit dem Arbeitstitel „Zwergis“, für das ich mal eine eigene Seite anlegen sollte (und zwar am 26.04.2019 – für die paar Wörter habe ich zu lange daran geackert)
  • eine Kurzgeschichte über eine besondere Weihnachtsparty, die noch ein Zuhause sucht (Horror/Grusel mit erotischen Elementen)
  • die Rohfassung von „R0mEO und Julz“, die am 20.11.2019 fertig wurde
  • eine Kurzgeschichte über einen alten Mann, die bereits voraussichtlich ein Zuhause hat (mehr dazu beizeiten ;-) )
  • die Kellergeschichte für die Ausschreibung des ohneohren-Verlags

Vielleicht werden noch zwei weitere Kurzgeschichten fertig:

  • eine für eine abgelaufene Ausschreibung, bei der das Thema „Ex und Popp“ gelautet hat und für die ich immerhin 1348 Wörter hatte – bei meiner knappen Art zu erzählen fehlt da nicht viel zur Vervollständigung
  • eine Geschichte für eine Ausschreibung, bei der die Deadline der 31.12. ist

Hilfreiche Wesen, Dinge, Events

Tatsächlich trug meine Patreon-Seite maßgeblich zu meiner Produktivität bei. Wenn ich am besten täglich einen neuen Absatz des Tages posten will, muss ich dafür pro Tag mindestens zwei Absätze schreiben (denn wenn die zwei Absätze aufeinander folgen, ist das langweilig). Und egal wie mies es beim Schreiben läuft – zumindest die 50-100 Wörter waren bei mir fast immer drin und oft wurden aus denen dann mehr, weil dadurch der Damm gebrochen war.

Ja, ich weiß, es gibt Leute, die nichts davon halten, sich künstlich extern zu motivieren, aus Gründen. Und die es blöd finden, das Schreiben nach irgendwelchen quantitativen Zielen auszurichten.

Mir hilft das. Mir hilft es wahnsinnig, dass ich sinnbildlich gesprochen meine Motivation mit einer Peitsche hinter meinen Schreibtisch setzen kann, die dann draufhaut und sagt, dass ich gefälligst muss. Und zwar so und so viel. Am besten auch noch schnell. Gerade bei „R0mEO und Julz“ habe ich gemerkt, dass mir das Schreiben wahnsinnig an die Substanz gegangen ist (ich bin in einigen – in vielen – Punkten, die Julz betreffen, Own Voice), sodass ich teilweise in wochenlangen Schreibblockaden steckte. Etwas, das ich in der Form gar nicht von mir kenne. Das hatte ich seit ich 2013 so richtig mit dem Schreiben angefangen habe, kein einziges Mal. Bei dem Buch aber schon, weil es intensiver und persönlicher war als alles, was ich bisher gemacht habe.

Und da war es ein Segen, die Rohfassung direkt im NaNoWriMo „durchpeitschen“ zu können. Keine Zeit für Selbstmitleid. Keine Zeit für Flashbacks und Tränen. Ich muss schreiben. (Die kommen dann beim Überarbeiten, aber darum stecke ich einen Teil davon jetzt auch in den NaNoWriMo. Dann geht es, dann habe ich etwas mehr Distanz.) Es hilft, die schwierigen angesprochenen Themen zu verarbeiten, ohne sich von ihnen lähmen zu lassen und war somit die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können.

Und last but not least: All die Menschen um mich herum. Mein Freund, ohne den „R0mEU und Julz“ wohl nie ein Roman geworden wäre. Meine größte Unterstützerin auf Patreon. Meine Familie, mein Novellenverlag. Alle, die mir den Rücken freigehalten haben, wenn es kompliziert wurde oder betagelesen haben. (Oder sich meine Rants angetan haben, wenn etwas nicht so lief, wie ich es wollte).

Vermutlich werde ich noch einen richtigen Rückblick schreiben

Aber … dieser Zwischenschritt gerade ist mir wichtig. 2019 wirkt auf den ersten Blick wie eine einzige, stressige Katastrophe, aber eigentlich war das Jahr okay. Nicht mal halb so schlimm, wie ich es wahrgenommen habe.

Alles wird gut. Irgendwie :)

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